Im 14.–17. Jahrhundert begannen große Gruppen von Menschen im Rheingebiet, scheinbar unfreiwilig und sehr ausdauernd zu tanzen. Zeitgenossen taten das als unterhaltsames oder irritierendes, aber nicht weiter tiefgreifendes Phänomen ab und waren uneins, ob das ein Fall für die Medizin oder die Kirche sei. Das änderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Mit dem Historiker Gregor Rohmann verfolgen wir nach, wie die »Tanzwuth« als ansteckende Krankheit konstruiert wurde – und welche Vorannahmen und Denkmuster sie bis heute prägt. Das Gespräch führt uns vom Alchemiker Paracelsus bis zur NS-Propaganda und von Pest und Cholera bis zu illegalen Technobeats.

Besetzung

avatar Johanna Tirnthal (Moderation & Sendungsredaktion)
avatar Nikita Hock (Moderation & Sendungsredaktion)
avatar Gregor Rohmann (Gast)

Sendung vom 13. Mai 2020

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Tags: 14. Jahrhundert (1) Tanz (2) 16. Jahrhundert (2) 15. Jahrhundert (2) Medizin (3) 17. Jahrhundert (3) Techno (4)

Schneiden und Kleben – das erinnert die meisten vielleicht vor allem an den Werken-Unterricht oder Laterne-Basteln. Aber: Es sind auch wesentliche Operationen der Kunst- und Wissensproduktion in der Moderne. Das jedenfalls sagt die Literaturwissenschaftlerin Juliane Vogel von der Uni Konstanz, die umfassend zur Geschichte des Schneidens und Klebens um 1900 geforscht hat: Ohne Schere und Klebstoff sei die Moderne nicht zu denken.

Besetzung

avatar Juliane Vogel (Gast)
avatar Constantin Hühn (Moderation & Sendungsredaktion)

Sendung vom 12. Februar 2020

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Tags:

Schneiden und Kleben in Kunst und Wissen der Moderne

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