Von der Fitness-App bis zur jüngsten US-Gefängnis-Reform: Menschliches Verhalten wird heute im großen Umfang gesteuert – und zwar nicht mehr so sehr durch Befehle, Verbote und Strafen, sondern durch ‚Anreize‘ und ‚Belohnungen‘. Einer der Ursprünge dieser Verhaltenstechnologie, so die These von Constantins in Entstehung begriffener Masterarbeit, liegen in den sogenannten ‚Token Economies‘ der 1960er und 70er Jahre in den USA: Großangelegte Projekte der ‚Behavior Modification‘, die in Psychiatrien, Schulen, Gefängnissen eine Art Mikro-Ökonomie einrichteten: Erwünschtes Verhalten wurde mit einer Ersatzwährung (Münzen, Chips oder Punkten) bezahlt, unerwünschtes kostete. Und wer nicht genügend ‚Tokens‘ verdiente, der konnte eben keine ‚Privilegien‘ mehr erkaufen, sondern wurde auf das bloße Existenzminimum zurückgesetzt. In dieser Ausgabe stellt uns Constantin die Grundzüge seiner Arbeit vor. Dabei geht es nicht zuletzt um die Frage, was die Token Economies mit neoliberaler ‚Regierungskunst‘ gemein haben.

Besetzung

avatar Constantin Hühn (Gast & Sendungsredaktion)
avatar Lucas Wija (Moderation & Sendungsredaktion)

Sendung vom 13. März 2019

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Tags: Regierungskunst (1) Verhalten (1) Skinner (1) Macht (1) Masterarbeit (1) Neoliberalismus (1) Gefängnis (2) Ökonomie (8)

Mit seiner berühmten Analogie eines flachen Teiches entwirft der Philosoph Peter Singer ein simples Bild Globaler Armut in der wohlhabende Menschen moralischen Hilfspflichten folgen sollten. Kulturwelle Dauerrauschen spricht mit Yannick Zahay über die Implikationen von Singers These und diskutiert alternative Analogien Globaler Armut.

Besetzung

avatar Lucas Wija (Moderation & Sendungsredaktion)
avatar Johanna Tirnthal (Moderation)
avatar Yannick Zahay (Gast)

Sendung vom 13. Februar 2019

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Tags: Peter Singer (1) Globale Armut (1) Utilitarismus (1)

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