Ernten, was wir säen?

»Menschheitsgeschichte wird Erdgeschichte« – konstatiert ein 2015 erschienener Sammelband. Menschliches Handeln schreibt sich zunehmend in die Erdoberfläche unseres Planeten ein. Das Holozän, das jüngste Zeitalter unserer Erdgeschichte, so scheint es, wird von einem neuen »Menschzeitalter« abgelöst: dem Anthropozän. In der 39. Sendung der Kulturwelle möchten wir etwas genauer hinsehen. Dazu werfen wir den Blick auf einen vertrauten Ort, der zugleich Zahnrad globaler Zusammenhänge ist: Die Küche. Ihr Wirkungsradius hat sich auf auf die Ebene des Anthropozän ausgeweitet: Selbst die Äpfel, die wir früher aus Omas Garten gepflückt haben, werden heute aus Neuseeland eingeflogen und mit begradigten Flüssen bewässert. Wir laden euch ein, eine geistige Brücke mit uns zu überqueren, die vom Individuum zum Kollektiv, von der Mikroebene zur Makroebene führt. Welchen Bedeutungswandel hat die Küche im Laufe der historischen Entwicklung durchlebt und welchen Einfluss hat der »kochende Mensch« auf seinen Lebensraum? Über diese Fragen sprechen wir mit Julia von Mende, Marc Schleunitz und Karl W. Grosse aus dem Exzellenz-Cluster »Bild Wissen Gestaltung«. Im Projekt »Anthropozän-Küche« arbeiten sie daran, die Küche als Knotenpunkt von Energie- und Ressourcenkreisläufen sicht- und deutbar zu machen.

Besetzung

avatar Magdalena Aicher (Sendungsredaktion & Moderation)
avatar Anastasia Andersson (Sendungsredaktion)
avatar Lucas Wija (Sendungsredaktion & Moderation)

Sendung vom 20. Januar 2016

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Tags: Küche (1) Anthropozän (1) Umwelt (1) Kochen (1) Nahrung (1) Rohstoffe (1)