Sendungen zum Thema Literatur (5)

Wann ist ein Körper eigentlich vollständig? Woher kommt unsere Angst vor der Unvollständigkeit? Und wie wird damit in unterschiedlichen Medien umgegangen? Nachdem wir uns in unserer Themenreihe zum Körper bereits mit Klangkörpern, politischen Körpern und den kulturellen Verflechtungen eines bestimmten Körperteils beschäftigt haben, wenden wir uns in der aktuellen Sendung der Afterhour der Bedeutung unvollständiger Körper zu. Wir sprechen mit dem Kulturwissenschaftler Gerhard Scharbert über Verstümmelung im Film, fragen die Literaturwissenschaftlerin Irmela Marei Krüger-Fürhoff nach ‚versehrten‘ Alternativen zum ganzheitlichen Schönheitsideal und unterhalten uns mit dem Medienwissenschaftler Jan Claas van Treeck über die Ökologie der Körpergrenzen – und was Cyborgs damit zu tun haben. Dazu wie immer Techno – bis uns die Ohren abfallen.

Besetzung

avatar Irmela Marei Krüger-Fürhoff (Gast)
avatar Gerhard Scharbert (Gast)
avatar Jan Claas van Treeck (Gast)
avatar Constantin Hühn (Moderation & Sendungsredaktion)
avatar Nikita Hock (Moderation & Sendungsredaktion)

Sendung vom 27. Februar 2017

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Tags: Posthumanismus (1) Vollständigkeit (1) Cyborg (2) Jacques Lacan (2) Film (4) 19. Jahrhundert (5) Literatur (5) Körper (6)

ZwischenWald ZwischenWelt

War der Wald lange Zentrum der täglichen Lebensgestaltung vieler Menschen, empfinden vor allem Stadtbewohner inzwischen eine Distanz zu ihm. Annäherungen werden versucht in der Pädagogik, Technik und Kunst. In der Wildnisschule können überreizte Städter das Spurenlesen, die Sprache der Vögel oder das Entfachen eines Feuers ohne technische Hilfsmittel erlernen. Ökologen und Klangforscher hingegen widmen sich der auditiven Entschlüsselung des Waldes durch moderne technische Verfahren. Wichtig ist dabei das Überschreiten von Grenzen: Des physisch errichteten Waldsaums, aber auch von konstruierten Verständnis- und Sinnesschwellen. Auch der Tod als die Grenze schlechthin wird oft mit dem Wald in Verbindung gebracht. Die Geschichte dieser Verbindung reicht dabei vom Wald der Selbstmörder in Dantes göttlicher Komödie bis zur zunehmend populären Bestattung im Friedwäldern. Der gleichzeitig physisch wie metaphorisch von uns gestaltete Wald lädt schon immer ein zum Gratwandern, Hinübertreten, sich Verändern. Mit der Kulturhistorikerin Jasmin Mersmann erörtern wir in der 42. Sendung der Kulturwelle, was es mit diesen Schwellen auf sich hat. Wir begeben uns in den Wald, hören in Bäume und Literatur hinein – und spüren so zwischen den Disziplinen den Wurzeln des Waldes als Ortes der Veränderung und Transformation nach. Eine Sendung über das Verhältnis von Waldbild und Umgang mit dem Wald – zwischen Leben, Tod, Lernen und Verstehen.

Besetzung

avatar Jasmin Mersmann (Gast)
avatar Anna Moor (Moderation & Sendungsredaktion)
avatar Magdalena Aicher (Moderation & Sendungsredaktion)
avatar Anastasia Andersson (Sendungsredaktion)

Sendung vom 11. Mai 2016

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Tags: Dante (1) Heterotopie (1) Wald (1) Natur (3) Literatur (5)